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Unsere Vereinsgeschichte


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Der ZME hat es sich seit 1986 - damals noch als Arbeitsgemeinschaft AG 3/122 des DMV - zur Aufgabe gemacht, am Modellbahnbau oder Eisenbahnwesen Interessierten eine gemeinsame Anlaufstelle zu bieten.



Der ZME feierte dieses Jahr sein 15-jähriges Bestehen - ein Grund, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken...

Der Anfang des ZME e.V. ging auf eine Idee von 7 Zschopauer Modelleisenbahnfreunden zurück, die sich im Februar 1986 im Ratskeller trafen. Ziel dieser Zusammenkunft war die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft. Von diesen 7 Gründungsmitgliedern sind heute noch drei im Verein vertreten.

Die Sonderfahrt nach Glauchau
Die Vereinsausfahrt nach Kipsdorf

Gleich nach Entstehung der AG wurde ein Antrag auf Eintragung ins Mitgliederverzeichnis des Modellbahnverbandes der DDR (kurz DMV) gestellt, wo die "Arbeitsgemeinschaft Zschopau " fortan unter der Bezeichnung AG 3/122 geführt wurde.

Nächstes Ziel war nun die Beschaffung von geeigneten Räumlichkeiten. Nach Beantragung bei der Stadtverwaltung Zschopau bekam man dann 1987 die Erdgeschoßräume des Hauses am Schillerplatz 3. Hierbei handelte es sich um eine "leer stehende, schwer vermietbare Wohnung " der VEB Gebäudewirtschaft. Wie man aus dieser Bezeichnung schon schließen kann, war der Anfang nicht gerade leicht – es gab wenig Platz, die Wände waren (milde ausgedrückt) ein wenig feucht und es gab keinerlei Möglichkeiten zum Heizen. Aber es war ein Anfang...

So blieben die ersten Vereinsaktivitäten auch relativ bescheiden. Es wurden kleine H0-Heimanlagen gebaut, die dann unter anderem im Fachgeschäft der Fam. Wasner verkauft wurden. Man versuchte dadurch an das erste Kapital für den Bau einer eigenen H0-Gemeinschaftsanlage zu kommen.

Noch im selben Jahr veranstaltete man in Zusammenarbeit mit der AG 3/53, dem Modellbahnverein Gelenau, auch die erste Modellbahnausstellung im Schloss Wildeck. Damit war die Tradition der jährlichen Ausstellung geboren. Es folgte dann 1988 zusammen mit der AG 3/42 aus Marienberg eine Modellbahnausstellung in Oberwaldkirchen.

Und schon 1988 ergab sich eine neue, große Möglichkeit. Nach einer Begehung des Bahnhofs Zschopau wurde von der SED Kreisleitung beschlossen, die Räume der ehemaligen HO-Gaststätte im Bahnhof dem Verein zur Verfügung zu stellen. Damit waren die Weichen gestellt, um mit dem Bau einer eigenen H0-Gemeinschaftsanlage zu beginnen.

Doch zuvor veranstaltete man 1990 im Ratssaal Zschopau die erste Ausstellung mit Anlagen von Vereinsmitgliedern.

Im Verein wurde allerdings nicht nur das Modell- und Eisenbahnwesen groß geschrieben. Von Anfang an spielte auch das Vereinsleben eine große Rolle. So erhielten die Mitglieder des DMV jährlich zwei Freifahrscheine für die Strecken der DR. Diese nutzte man dann erstmals 1989 für eine Ausfahrt nach Oybin. Es folgten Ausfahrten auf die Insel Rügen, nach Warnemünde – Nyköping (Dänemark), nach Kipsdorf , auf den Brocken und nach Oberwiesenthal. Immer getreu dem Motto: der Weg ist das Ziel. Diese großen Ausfahrten waren dabei immer Höhepunkte im Vereinsleben. Genauere Details der einzelnen Ausfahrten wären allerdings wohl nicht für die Öffentlichkeit bestimmt...

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Eisenbahnstrecke "Flöha-Weipert " (an der Zschopau liegt) richteten der Verein in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung 1991 ein Bahnhofsfest, das in der Größe wohl nicht wieder vorkommen wird. Viele Besucher aus Nah und Fern bestaunten die Dampf- und Dieselloks, die nicht nur von der Deutschen Reichsbahn sondern auch vom befreundeten Lokdepot Komotau (Tschechien) stammten. Gleichzeitig konnte die Gemeinschaftsanlage erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Aufgrund von politischen Veränderungen in den neuen Bundesländern wurde der Verein 1992 dann neu gegründet. Er wurde in "Zschopauer Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreunde e.V. " (kurz ZME) umbenannt und ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Marienberg eingetragen. Ziel des Vereins waren und ist unter anderem der Modelleisenbahnbau, der Besuch von Modellbaumessen und Ausstellungen sowie Ausfahrten mit der Eisenbahn.

Da der Zuspruch durch die Jugendliche und Schüler immer größer wurde, wurde 1994 dann eine eigene Schülerarbeitsgemeinschaft gegründet. Sie beschäftigte sich anfangs mit dem Bau einer TT-Anlage, an der auch heute immer noch kräftig gebastelt wird. Aber die Jugend übernahm auch andere Projekte, wie eine Anlage, die jetzt jedes Jahr zur Weihnachtszeit im Seniorenclub Zschopau aufgebaut wird.

Eine der wichtigsten Ereignisse der letzten Jahre war dann die Mitgliedschaft im Bahn-Sozialwerk (BSW). Seit 1997 gilt der ZME als anerkannte Kultur und Freizeitgruppe. Durch große finanzielle Unterstützung gelang es nun, die Vereinsräume deutlich zu vergrößern. Mit dieser Mitgliedschaft ging dann ab 1999 auch die Gemeinnützigkeit einher, die eine große Anzahl neuer Sponsoren brachte.

Am 18./19. Mai 2001 feierte der Verein nun sein 15-jähriges Bestehen. Die Mitglieder blicken zurück auf abwechslungsreiche Jahre. Es gab einige Tiefen aber auch sehr viele Höhen. Und es wird nach vorn geschaut. Derzeit beginnen die Umbauarbeiten im Schützenhaus – dem neuen Domizil des Vereins. Was die Zukunft bringt, kann wohl noch keiner sagen... aber der Verein freut sich auf die nächsten 15 Jahre...

Mirko Caspar, 02.07.2001


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